Im Süden der Augustauer Ebene, im Westen der litauischen und im Nordosten der suwalkischen Seenplatte bilden 15.085 Hektar den gigantischen Nationalpark "Wigry".
Infolge der letzten Weichsel-Vereisung furchenartig strukturiert schließt das Gebiet heute etwa 40 Gewässer ein. Der zentrale Wigry-See (2187 ha), einer der tiefsten polnischen Seen, reiht in herrlicher Waldlage 40 kleinere um sich, darunter die Suchary "Zwiebäcke" Seen.
Beiseite der Flüsse Maniówka, Kamionka und Wiatroluza lockt
insbesondere die Czarna Hancza zu erstklassigen Kajaktouren. Spaziergänger
durchstreifen eine vielfältige Flora, enorme Bestände von Laub-
und Nadelbäumen (Eichen, Linden, Erlen, Eschen, Birken, Fichten,
Kiefern und Lärchen), Moosen, Kräutern sowie seltenen Kleingewächsen,
von denen 88 Arten unter strengem Naturschutz stehen.
Mit dem symbolischen "Wigry"-Biber sind 1700 Gattungen von Säugetieren,
Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien in dieser fabelhaften, urwüchsigen
Landschaft beheimatet, 301 Arten wiederum weltweit vom Aussterben bedroht.
Doch nicht allein die erstaunliche Tier- und Pflanzenwelt begründet die Attraktivität des Wigry-Nationalparks. Sowohl kulturhistorisch interessant als auch landschaftlich betörend empfängt das ehemalige Barockkloster und jetzige Hotel seine Gäste auf der Halbinsel des Wigry-Sees. In dessen Norden schmücken zudem traditionelle Dörfer, Forsthäuser und Hegerhütten den Nationalpark und pointieren sein unverwechselbares Gepräge.

