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Die Großen Masurischen Seen / Masurische Seenplatte

Masurische Seen
Masurische Seen

Ein bewährtes Urlaubszentrum, optimales Segelterrain und beachtliches Naturschutzgebiet zugleich ist die wunderschöne Masurische Seenplatte im nordöstlichen Polen.
Sowohl die größten polnischen Binnengewässer, der Sniardwysee/Sperlingsee (114 qkm) und der Mamrysee/Mauersee (104 qkm), als auch die vielen kleineren, inselreichen, einer eiszeitlichen Moränenlandschaft entsprungenen Seen überzeugen mit hervorragenden Badestellen.

Komprimiert durch ein touristisches Netz aus mannigfachen Übernachtungsgelegenheiten von Campingplätzen bis zu komfortablen Hotels in den Ferienzentren, abwechslungsreicher Freizeitgestaltung sowie gastronomischem Gewerbe, gilt die Masurische Seenplatte unter vielen Besuchern als attraktivstes Reiseziel Polens.

Im Sommer avanciert insbesondere Gizycko/Lötzen (30.000 Einwohner) zum touristischen Herzstück der Region. Dank ihrer herrlichen Lage auf einer Landenge zwischen dem Mauersee (Jezioro Mamry) und dem Löwentinsee (Jezioro Niegocin) ist die "grüne Stadt" mit eigenem Badestrand und zwei Häfen einerseits ein beachtliches Segelzentrum, andererseits eine Oase der Erholung in Umgebung waldiger Rad- und Wanderwege.
Als Stätte des pulsierenden Lebens bietet Lötzen ihren amüsierfreudigen Gästen neben ausgezeichneten Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten zudem unvergessliche Konzerte und Tanzveranstaltungen am Löwentinsee.
Besinnlicher spaziert es sich hingegen auf der malerischen Mole, Anlegeplatz für Schiffe der Masurischen Reederei und für Ausflugsdampfer nach Sztynort/Steinort, wo sich das ehemalige Schloss der Familie Lehndorff befindet. Sehenswerte Bauwerke verschiedener Architekturstile, eine erstaunliche Vielzahl von Kirchen (katholische, griechisch-katholische, protestantische, orthodoxe) und Gotteshäusern anderer Glaubensgemeinschaften (Baptisten, Pfingstler, Zeugen Jehovas) sowie die nahe Festung Boyen (Mitte des 19. Jh.) erklären jedoch auch Lötzen selbst zum Ausgangspunkt kulturhistorischer Erkundungen.

Gänzlich dem Tourismus gewidmet hat sich auch die 5000-Einwohner-Gemeinde Mikolajki/Nikolaiken zwischen dem Mikolajki-See und dem Talty-See.
Gebührend ihrer hübschen Silhouette und ihrem durchaus norditalienischen Charme "Perle der Masuren" oder "Masurisches Venedig" genannt, ziert der stattliche Jachthafen am Mikolajskie-See als Anlegestelle unzähliger prächtiger Jachten und Segelboote jenes Stadtbild. Seinerseits größter Ankerplatz in den Masuren erfolgt hier regelmäßiger Ausflugsverkehr nach Gizycko und Ruciane. Schaulustige werden überdies jeden Sommer vom Festival der Seemannslieder (Shanties in Mikolajki) und von renommierten Regatten angezogen (z. B. die Seglermeisterschaften der Polnischen Journalisten).
Zurück an Land kehren Gäste, ob Seemänner oder nicht, gern in die urigen Kneipen des hinteren Städtchens ein. Bei einem guten Tropfen mag die eine oder andere eindrucksvolle Segleranekdote zum Besten gegeben werden.
Hinter jenen reizenden Lokalitäten und der einwandfreien Übernachtungsbasis in Nikolaiken (Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze) sollten aber weder die nach Karl Friedrich Schinkel errichtete evangelische Kirche (1842) noch das informative Museum der Reformation versäumt werden.
Für einen Kurztrip lohnt sich außerdem der benachbarte Luknajno-See als größtes europäisches Schwanenreservat.

Als Alternative zu den lebhaften Städten Lötzen und Nikolaiken sei dem ruhesuchenden Urlauber der beschauliche Kurort Ryn/Rhein empfohlen, welcher eine imposante Ordensritterburg aus dem Jahre 1377 beherbergt (heutiges Schlosshotel).
Am Krutynia-Fluss ermuntert Ruciane-Nida/Rudschanni seine Gäste zu Bootstouren oder zu ausgiebigen Waldspaziergängen in der angrenzenden Puszcta Pisz/Johannisburger Heide. Geografisch günstiger für Exkursionstarts in das größte masurische Waldgebiet bleibt dennoch der gleichnamige Ort Pisz/Johannisburg, dessen Fachwerkkirche zusätzlich besichtigt werden kann. Touristisch bedeutender ist Wegorzewo/Angerburg (13.000 Einwohner) wegen seiner Nähe zum traumhaften Mauersee und bezüglich seiner örtlichen Sehenswürdigkeiten wie der restaurierten Kreuzritterburg (14. Jh.), der Kirche Peter und Paul (samt ältester Orgeln der Masuren) und des Heimatmuseums.
Ferner lassen sich interessante Einblicke leibhaftig im Kloster der russischstämmigen Philipponen in Wojnowo/Eckertsdorf gewinnen. Einmal nächtigen wie ein Klosterbruder in einer ursprünglichen Klause - hier darf Fantasie zur Realität werden!

 

 

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