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Stephanstag in Polen

Die Polen sind ein feierfreudiges aber traditionsverbundenes und sehr christliches Volk. Alte Bräuche und Sitten sind für die polnische Bevölkerung auch heute noch ein wichtiger Bestand ihres Lebens, und Feste umfasst der Jahreskalender bekanntlich einige, vor allem katholische Feiertage.

Christliche, kirliche Feiertag kennt man so einige (die heiligen drei Könige, Ostern, Fronleichnam, Christi Himmelfahrt, Weihnachten usw.), aber einen Feiertag kennt man nicht unbedingt und wenn doch, dann nur als 2. Weihnachtsfeiertag, den Stephanstag.

Der Stephanstag wird seit dem 5. Jahrhundert gefeiert, und zwar jedes Jahr am 26. Dezember, also dem 2. Weihnachtsfeiertag. Der Stephanstag, auch Stefanitag oder Stephanus-Tag genannt, findet zu Gedenken an den heiligen Stephan und an das von ihm durchlebte Martyrium statt.

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In den europäischen Ländern Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Romänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern und Lichtenstein ist der Stephanstag ein gesetzlicher Feiertag. Ist der 26. Dezember ein Sonntag, entfällt der Stephanstag in der katholischen Kirche jedoch zu Gunsten des Festes der heiligen Familie.
Bräuche gibt es für den christlichen Feiertag viele verschiedene, diese sind aber von Region zu Region unterschiedlich. In den meisten Regionen, so auch in Polen zieht man mit den unterschiedlichsten christlichen Hintergründen einfach von Haus zu Haus. Gerade in Polen sieht man dann oft Kinder, die in der Nachbarschaft von Haus zu Haus gehen und für eine Gabe einen kleinen Spruch aufsagen. Am 26. Dezember, dem 2. Weihnachtsfeiertag, wird der Diakon Stephanus, aber nicht nur in Polen sondern auch in anderen Ländern der Welt besonders gefeiert und geehrt. Stephanus war der erste Heilige. Auf Grund seines Glaubens und Zeugnisses wurde er circa 40 n. Chr. gesteinigt.

Stephanus war ein Israelit, ein hoher Gelehrter, der in der Apostelgeschichte eine lange Rede hält. Der Grund für die Rede war der Vorwurf, Stephanus habe mit großer Freude geprädigt, Jesus wolle den Tempel in Jerusalem zerstören und die jüdischen Gebräuche auflösen. Für die Juden in der damaligen Zeit war es das schlimmste, was man sich hätte vorstellen können. In seiner Rede bekennt sich Stephanus sich zu den großen jüdischen Männern des alten Testaments. Gesteinigt wurde Stephanus dann aus einem Grund, nämlich, er verherrlichte den getöteten Jesus als Gottes Sohn. Noch im Sterben spricht Stephanus die selben Worte, die auch Jesus während seines Sterbens spricht: "Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!" und " Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun". Dies waren die Worte, mit denen er sich ganz zu Jesus bekannt hat und wird darin zum Vorbild des christlichen Glaubens.

Stephanus Zeugnis von Jesus, dem Erlöser der Christen, feiern die Christen somit am 26. Dezember, also dem 2. Weihnachtsfeiertag. Die Nähe dieses ersten christlichen Märtyers zum Weihnachtsfest verdeutlicht noch einmal, wie sehr die Krippe und das Kreuz zusammengehören.

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Christlicher Feiertag in Polen am 2. Weihnachtsfeiertag